Texte für das Internet schreiben – 6 grundlegende Tipps, damit sie dann auch gelesen werden

Du hast nur ein paar Sekunden Zeit – egal ob Du Dein Buch oder dein Unternehmen vorstellen oder einen sonstigen Text im Internet veröffentlichen möchtest, ob du ein Mailing oder einen Newsletter verschickst. Nur ein paar Sekunden, um die Aufmerksamkeit deiner Leser zu bekommen und zu halten. Du kennst das selbst, oder? Wir sind umringt von Informationen, scannen sie kurz, klicken weiter.
Und dies ist nicht der einzige Grund, warum Texte im Netz einen besonderen Aufbau brauchen – das Lesen am Bildschirm lässt uns schnell ermüden. Dem kannst Du mit der Struktur deiner Texte entgegen wirken. Ein paar grundlegende Anregungen dafür möchte ich dir hier geben.
Wenn du dich schon mit dem Erstellen von Texten für das Netz auskennst, wirst du dich hoffentlich nicht langweilen. Dies ist ein Beginner-Guide.

 

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Überschrift und Keywords: Wähle eine knackige, provokante, emotionale Überschrift, um auf Deinen Text aufmerksam zu machen. Mache neugierig und mache dem Leser klar, warum er diesen Text lesen sollte – zeige den Nutzen, den er persönlich daraus ziehen wird. Versprich aber nichts, was du nicht halten kannst. Generell gilt – ein Text muss einen Mehrwert bieten. Das kann auch bedeuten, das er unterhaltend ist.
Wenn du von Suchmaschinen gefunden werden willst, bringe dein Keyword schon in der Überschrift unter, und dann an den Anfängen deiner Absätze. Vermeide Keyword-Spamming, damit erreichst du das Gegenteil von dem, was du möchtest.

Spannungsbogen? Bei Texten, die im Internet gelesen werden, brauchst du keinen Spannungsbogen – die Aufmerksamkeit deiner Leser nimmt nämlich von Zeile zu Zeile ab. Sei verschwenderisch mit deinen Informationen und packe das Wichtige gleich an den Anfang. Weniger Wichtiges kann an das Ende deines Textes. So machst du es auch, wenn du eine Pressemeldung über dein Buch oder deinen neu eröffneten Laden verschickst – so kann die Redaktion ihn bei Bedarf einfach kürzen.

Absätze und Zwischenüberschriften: Das Auge erfasst viel mehr von deinem Text, als das gerade gelesene Wort – es verschafft sich automatisch einen Überblick. Mit Absätzen und Zwischenüberschriften machst du es deinem Leser leicht – das Lesen ist nicht nur angenehmer, man findet auch schnell an einen bestimmten Punkt zurück. Markiere wichtige Wörter fett und gib dem Auge damit Ankerpunkte. Gerade im Netz werden Texte nur zügig überflogen – Ankerpunkte können das Interesse halten.
Das erfordert auch, das du deinen Text vor dem Schreiben strukturierst!

Satzlänge: Kurz und knackig ist die Devise. Schreibe so verständlich wie möglich in kurzen und einfachen Sätzen. Das heißt nicht, das du deine Leser intellektuell unterschätzt – du machst es ihnen nur angenehmer, die Informationen zu erfassen, die du vermitteln willst.
Auch wenn du Experte auf deinem Gebiet bist, schreibe verständlich und vermeide Fremdwörter. Es sei denn,du schreibst einen Fachtext, der auch von Fachleuten gelesen wird.

Design: Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit: achte auf optimale Lesbarkeit. Blinkende und rollende Schriften sind gruselig, weißer Text auf schwarzem Grund ist Folter und hellgrau auf weiß, noch dazu in einer verschnörkelten Schriftart, hält nur die ganz Harten auf deiner Seite. Es ist überhaupt nicht langweilig, wenn schwarzer Text auf weißem Untergrund steht, und keine Schneeflocken darüber rieseln! Du willst mit deinem Text überzeugen, oder? Bedenke bei der Gestaltung deiner Seite auch immer, dass sie auf fremden PCs vielleicht ganz anders aussieht. Schau dir deinen Internet-Auftritt auf verschiedenen Rechnern an.

Zu guter letzt – Call-to-Action: Ein viel beschworener Begriff, der bedeutet, das du deinen Leser aufforderst, etwas zu tun. Das vorgestellte Produkt zu kaufen, deinen Newsletter zu abonnieren oder sich mit seinem Problem an dich zu wenden. Dafür muss dir natürlich klar sein, welche Zielsetzung du mit deinem Text/Newsletter/Mailing verfolgst. Wenn du eine Handlungsaufforderung einbaust, sei konkret und schwäche sie nicht ab: „Jetzt Newsletter abonnieren!“ nicht: „Bei Interesse könntest du…“

(Call-to-action hilft auch im täglichen Leben – es ist direkte Kommunikation. „Ich finde, es zieht“ oder: „Dein Zimmer sieht wieder aus wie ein Saustall! Wann wirst du dich endlich ändern?“ haben nicht unbedingt die erwünschte Wirkung. Mit: „Kannst du bitte das Fenster schließen.“ und: „Heute räumst du auf.“ kommst du da schon weiter. Es ist übrigens nicht böse gemeint, wenn Menschen auf indirekte Kommunikation nicht in gewünschter Weise reagieren – sie sind selbst eher direkt und daher unbegabt im Gedankenlesen.)

Du siehst, Texte für das Internet schreiben ist gar nicht so schwer.

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